Alphornbauer – Gérald Pot

Seit mehr als einem halben Jahrhundert befasst sich Gérald Pot intensiv mit dem Alphorn. Als Kind wurde er vom magischen Klang erstmals in den Bann gezogen. Mit neun Jahren begann er, selber Musik zu machen – sein Vater war Kapellmeister in der lokalen Blasmusik. Das Alphorn kam später hinzu. Über den Kontakt zum Bergbauer Pierre Cochard gelangte er auch zum Alphornbau. Cochard (hier in einer grossartigen Doku des TSR von 1976) hat ihm zwar nicht viele Geheimnisse vermittelt, verstand es

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Alphornbauer – François Morisod

In Lavey-Village, am süd-östlichen Zipfel des Kanton Waadt, baut François Morisod seit über zwanzig Jahren seine Alphörner. Michel Gaugaz aus Aigle (hier in einem Video der TVRL zu sehen) hatte den Schreiner und Holzbildhauer damals um Unterstützung gebeten und ihn dann in die Grundlagen des Alphorns eingeweiht. Dadurch eröffnete sich für François die für ihn völlig neue Welt der Musik. Die Herstellung von Holzskulpturen, wie auch allgemeine Schreinerarbeiten, ist über die ganze Zeit ein Standbein geblieben – diese künstlerische Ader

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Alphornbauer – Alphorn Tobias

Ich kenne Tobias Bärtschi seit etwa zwölf Jahren. Nach ersten Schritten auf einem preisgünstigen Einsteiger-Instrument suchte ich damals einen Upgrade, und Tobias hatte bereits den Ruf, virtuose Top-Hörner zu produzieren. Immerhin widmete ihm kein Geringerer als Joszef Molnar eine „carte de visite“, und bezeichnete ihn darin als den besten Alphornbauer der Schweiz. Ich erwarb also ein ungewickeltes Bärtschi-Horn (heute sein Modell „Solist“), zu dem ich über die Zeit eine intime Beziehung entwickelt habe. Ihn für dieses Porträt zu besuchen, war

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Das perfekte Alphorn-Mundstück

Für einen Artikel von Robert Scotton zum selben Thema (französisch), siehe hier. Hier geht es um die Frage: „Wie finde ich das Alphorn-Mundstück, das optimal zu mir und meinem Alphorn passt?“ Das ist kein Thema für Anfänger/innen! Zu Beginn der Alphornkarriere fühlt sich das Mundstück ungewohnt an, und es fehlen die Bezugsgrössen, um subjektive Eindrücke einzuordnen. Die ersten paar Jahre sollte man darum auf das Herumexperimentieren verzichten. Besser, man legt sich auf ein „Durchschnitt“-Mundstück eines renommierten Herstellers fest und bleibt

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Alphornbauer – Bachmann’s Alphornmacherei

Die Alphornmacherei bei Eggiwil im Emmental ist eine Schweizer Alphornbau-Dynastie. Ernst Schüpbach hatte hier 1925 sein erstes Alphorn gebaut und später seinen Schwiegersohn Hansruedi Bachmann in das Handwerk eingeführt. Seit 2008 leitet Walter Bachmann den Familienbetrieb in dritter Generation. Dazu gehört auch ein Bauernhof mit zwölf glücklichen Kühen, der heute noch etwa einen Drittel zum Einkommen beiträgt. Wenn Walter liebevoll über seinen „Grossäti“ (Grossvater) spricht, erzählt er somit Alphornbau-Geschichte aus erster Hand. Die Alphornmacherei hat miterlebt, wie sich einteilige Alphörnern

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Alphornbauer – Bugada

Aldo Bugada ist gelernter Schreinermeister. Zusammen mit seinem Bruder führt er einen mittelgrossen Familienbetrieb in vierter Generation. Hauptsächlich stellen sie Schränke, Tische, Türen und Fenster her. Bei meinem Besuch sah ich auch eine Reihe von alten Kirchenbänken, die in der Falegnameria Fratelli Bugada fachgerecht restauriert werden. Als er 2014 zusammen mit seiner Frau mit Alphornblasen begann, stellte sich deshalb die Frage, ob er sich ein Alphorn kaufen oder selbst eins bauen soll. Er entschied sich, den Versuch zu wagen. Rund

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Alphornbauer – Cattaneo

Schon beim ersten Kontakt per E-Mail mit Bruno Cattaneo spürt man seinen ansteckenden Enthusiasmus und seine einnehmende Herzlichkeit. Alphornblasen und das Handwerk des Alphornbaus verbindet er mit viel positiven Emotionen. Bruno ist gelernter Schreiner. Die Firma Cattaneo und Kunz – Bruno zusammen mit seinem Geschäftspartner Gioel Kunz, punktuell unterstützt vom Vater Claudio Cattaneo – erledigt unterschiedlichste Bodenleger-, Zimmermann- und Schreinerarbeiten. Die Herstellung von Alphörnern hat sich als ideale Ergänzung erwiesen. Seit ein paar Jahren nutzt Bruno die ruhigen Wintermonate von

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Alphornbauer – Suissewood Alpensax

Simon Keller spielt seit sieben Jahren Alphorn. In dieser Zeit stiess er im Internet zufällig auf das Bild eines Alpensax und war sofort fasziniert. Bald machte er sich daran, sein eigenes Instrument zu bauen. Er zeichnete Pläne, ein Arbeitskollege half ihm bei der Programmierung der CNC-Files, Roland Zahner fräste die Rohlinge. Als gelernter Werkzeugmacher übernahm Simon den Finish. Nach 120 Stunden Arbeit war Modell 1.0 fertig. Es folgte die Ernüchterung: das Instrumente intonierte nicht richtig – ein „Bock“, wie er

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Alphornbauer – woodARTmusic

Anton „Toni“ von Gunten begann seine musikalische Karriere schon in der frühen Kindheit. Von der Geige gelangte er zu Klarinette und Blasmusik. Er absolvierte ein Studium in Blasorchesterleitung, später folgte eine Tätigkeit als Klarinetten- und Saxophonlehrer. Daneben beschäftigte er sich immer mit Holz; er baute während einiger Jahre originelle „urchrummi“ Möbel. Den Einstieg ins Alphorn verdankt er dem Ruf des Alphornmachers Tobias Bärtschi, den er seit der Rekrutenschule im Armeespiel – der Blasmusik der Schweizer Armee – kannte. Bärtschi hatte

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Naturtöne in 432Hz

Seit 1975 gilt der ISO Standard 16-1975 (hier kann man ihn für 40 CHF kaufen). Er legt den Kammerton a1 bei einer Frequenz von 440Hz fest. Schon 1939 wurde diese Stimmung an einer Konferenz in London vereinbart und von der ISO 1955 als Empfehlung unterstützt. Mit der Verabschiedung als Standard wurde die Vereinheitlichung besiegelt und damit der musikalische Austausch und der Handel von Musikinstrumenten und Audio-Ausrüstung gefördert. Bereits in den 1980ern formierte sich eine Szene, welche den Standard ablehnte und

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