Alphornbauer – Silver & Brass

Brandi und Lindsey Jones sind meines Wissens das einzige Alphornbauer-Ehepaar der Welt. Sie kennnen sich schon seit der Schulzeit. Musikalisch gingen sie als untrennbares Duo den Weg über die Posaune zum Waldhorn. Lindsey beendete sein Studium vorzeitig und widemete sich ab 2013 mit seinem Unternehmen „Silver & Brass Musical Instruments“ in Nevada der Restauration von Blechblasinstrumenten. Brandi stieg vollzeit in das Geschäft ein, als es genügend Umsatz zu generieren begann, um die Lebenskosten des jungen Paares zu decken. Erst 2019

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Lippentraining

Die ersten Monate auf dem Alphorn sind für Anfänger/innen vor allem ein Kampf mit den Lippen. Schon nach ein paar Minuten Alphornspiel erschlaffen die Muskeln – dann krächzt es nur noch, hohe Töne kommen nicht mehr und die Lippen schmerzen. Der übliche Ratschlag lautet: „Geduld, es kommt schon mit der Zeit, nur nicht forcieren…“ Das mag sein. Aber gibt es nicht eine Abkürzung? Wie war das nochmal mit dem Bodybuilding für die Lippen? Wer sich zum Thema Lippentraining schlau macht,

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Durch Singen zum musikalischen Alphornspiel

Das Alphorn zeigt eine einzigartige, zeitlose Schönheit in seiner natürlichen Erzeugung der Obertonreihe; ein Klang, der durch seine Resonanz und Einfachheit besticht. Ohne Klappen oder Ventilen sind die Alphornbläser/innen aber selber dafür verantwortlich, die richtige Tonhöhe im Voraus zu hören. Im Gegensatz zu einem Klavier oder einer mit Bünden versehenen Gitarrensaite gibt das Alphorn dem Spieler keine direkte Rückmeldung über die Tonhöhe. Aus diesem Grund erfordert es eine sehr klare musikalische Intention und einen Sinn für das innere Hören. Wie

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Das perfekte Alphorn-Mundstück

Für einen Artikel von Robert Scotton zum selben Thema (französisch), siehe hier. Hier geht es um die Frage: „Wie finde ich das Alphorn-Mundstück, das optimal zu mir und meinem Alphorn passt?“ Das ist kein Thema für Anfänger/innen! Zu Beginn der Alphornkarriere fühlt sich das Mundstück ungewohnt an, und es fehlen die Bezugsgrössen, um subjektive Eindrücke einzuordnen. Die ersten paar Jahre sollte man darum auf das Herumexperimentieren verzichten. Besser, man legt sich auf ein „Durchschnitt“-Mundstück eines renommierten Herstellers fest und bleibt

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Alphornbauer – Suissewood Alpensax

Simon Keller spielt seit sieben Jahren Alphorn. In dieser Zeit stiess er im Internet zufällig auf das Bild eines Alpensax und war sofort fasziniert. Bald machte er sich daran, sein eigenes Instrument zu bauen. Er zeichnete Pläne, ein Arbeitskollege half ihm bei der Programmierung der CNC-Files, Roland Zahner fräste die Rohlinge. Als gelernter Werkzeugmacher übernahm Simon den Finish. Nach 120 Stunden Arbeit war Modell 1.0 fertig. Es folgte die Ernüchterung: das Instrumente intonierte nicht richtig – ein „Bock“, wie er

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Alphornbauer – woodARTmusic

Anton „Toni“ von Gunten begann seine musikalische Karriere schon in der frühen Kindheit. Von der Geige gelangte er zu Klarinette und Blasmusik. Er absolvierte ein Studium in Blasorchesterleitung, später folgte eine Tätigkeit als Klarinetten- und Saxophonlehrer. Daneben beschäftigte er sich immer mit Holz; er baute während einiger Jahre originelle „urchrummi“ Möbel. Den Einstieg ins Alphorn verdankt er dem Ruf des Alphornmachers Tobias Bärtschi, den er seit der Rekrutenschule im Armeespiel – der Blasmusik der Schweizer Armee – kannte. Bärtschi hatte

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Naturtöne in 432Hz

Seit 1975 gilt der ISO Standard 16-1975 (hier kann man ihn für 40 CHF kaufen). Er legt den Kammerton a1 bei einer Frequenz von 440Hz fest. Schon 1939 wurde diese Stimmung an einer Konferenz in London vereinbart und von der ISO 1955 als Empfehlung unterstützt. Mit der Verabschiedung als Standard wurde die Vereinheitlichung besiegelt und damit der musikalische Austausch und der Handel von Musikinstrumenten und Audio-Ausrüstung gefördert. Bereits in den 1980ern formierte sich eine Szene, welche den Standard ablehnte und

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