Wer mit oft mit Gruppen und Alphorn arbeitet, kennt das: da passiert ganz viel! Das Alphorn lässt uns gemeinsam atmen, wir hören uns improvisierend zu, nehmen gemeinsame Schwingungen wahr, kommunizieren gefühlvoll und non-verbal. Können diese Erfahrungen die Beziehungsqualität in der Gruppe nachhaltig verbessern?
Im Rahmen eines Action Research Projektes hat sich Thomas Heel mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich das Alphorn als inklusives musikpädagogisches Vehikel eignet. Seine Erfahrungen mit einer Klasse an der Berufsvorschule Schlins (Österreich) hat er in seiner „rigorosen Arbeit“ zum Doktor der Pädagogik verarbeitet. Theoretisch orientiert er sich dabei am Konzept des EBQ-Instruments (Einschätzung der Beziehungsqualität). Heel hat bei seiner Arbeit Möglichkeiten und Grenzen des Alphorns in einem Klassenkontext reflektiert. Besonderen Fokus richtet er auf die Wirkung von Improvisation und das Thema der Scham.
Aufgrund des Forschungsdesigns (Einzelerfahrung mit einer kleinen Gruppe) ist es nur bedingt möglich, aus der Arbeit generalisierende Schlussfolgerungen zu ziehen. Sie zeigt jedoch sehr praktisch und intelligent reflektiert auf, was in diesem Kontext mit dem Alphorn möglich ist und welche Herausforderungen sich stellen. So beispielsweise die Frage des Übens – gerade auch bei einem Instrument mit tiefer Einstiegsbarriere. Was auch klar ist: die inklusive Wirkung entfaltet das Alphorn nicht durch das gemeinsame Einüben der Bänklialp.

How can we as Americans get some younger players to join an alphorn group? We, as a group, are mostly retired. We need younger people to continue in the club.