Vor fünf Jahren hat mich der Alphornvirus gepackt. Als Jugendlicher hatte ich die Gelegenheit, in einer Jugend musik Flügelhorn zu spielen. Mit 15 Jahren wechselte ich zum Sport. Nicht ganz 40 Jahre später hatte ich die Gelegenheit – im «zarten» Alter von 51 Jahren an einem Alphorn-Schnupperkurs teilzunehmen. Es gab kein Zurück mehr. Seither spielt die aktive Musik eine wichtige Rolle in meinem Leben. Meine Erkenntnisse, die ich in den letzten Jahren gewonnen habe, wollte ich zuerst in einem Buch verarbeiten. Daran bin ich zumindest vorerst gescheitert, da ein Buch schreiben keine einfache Sache ist. Seit einiger Zeit schreibe ich auch Gedichte, da ich Freude an dieser kurzen und verdichteten Form habe. Was lag da näher, als meine Erkenntnisse vorerst mal in Gedichtform festzuhalten. Für jene, die mit Gedichten nichts anfangen können, findet sich unter dem Titel «Alpenhorn» eine kurze Erzählung zu den Anfängen meiner Alphornleiden schaft am Schluss der vorliegenden Gedichtsammlung.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Vergnügen mit meinen Gedanken, die über das Alphornspiel und den Tag hinausgehen.




Dieser Beitrag ist eine Reproduktion des gleichnamigen Gedichtsheftes von Fred Flessenkämper, herausgegeben zu Weihnachten 2018. Das orginal pdf-File findest du hier.
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Handwerk
Handwerk hat einen goldenen Boden,
ist das Fundament jener Methoden,
die man in ferner Zeit ersann,
damit Kunst erst gelingen kann.
Man pflegt den Boden Tag für Tag,
und ist bei Rückschlägen nicht verzagt.
Man sät die Saat, damit sie keimen kann,
schützt sie, wie der brave Ackermann.
Wenn die Pflänzlein zerbrechlich sind,
behüte sie noch vor Sturm und Wind.
Erst wenn sie weit in Kraft gediehen,
zeige deiner fruchtbaren Arbeit Kind!
«…wer bringt in der Hast der Zeit
diese Hiobsgeduld noch auf…»
(A. L. Gassmann)
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Pausen
Wer die Atempausen verpasst,
ringt zur Unzeit nach Luft.
Wer die Kunstpausen verpasst,
schafft zum Stück eine Kluft.
Pausen nehmen und dem Leben
damit den Rhythmus geben.
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Ruhe
Es braucht die Ruhe, die leere Zeit,
die Zeit der Stille, in Geborgenheit.
Es braucht die Ruhe, die leere Zeit,
die Zeit der Stille, die Einsamkeit.
Es braucht die Ruhe, die leere Zeit,
die Zeit der Stille, in Zufriedenheit.
«Die Hirten erzählen, dass viele Kühe bei den ersten Klängen aufhorchen und dann zufrieden weiden.»
(A. L. Gassmann)
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Bodenhaftung
Mit den Beinen auf dem Boden stehen,
ohne Furcht durch sein Leben gehen.
Die Anziehungskraft der Erde spüren,
im Munde keine grossen Worte führen.
Bei aller Zufriedenheit über das Erreichte,
nie vergessen, wer man wie geworden ist.
Nie vergessen, trotz des Glückes Federleichte,
dass du ein vergänglicher Mensch nur bist.
«Wenn du, stämmiger Alphornbläser, mit deinem altehrwürdigen Schweizer Naturinstrument einherschreitest, bist du das alte, echte, verkörperte Bergschweizertum. Weisst du das? Bist du dir das auch an Festen und Anlässen bewusst? Dann drücke ich dir als Freund die Hand!»
(A. L. Gassmann)
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Zusammenspiel
Man könnte meinen,
dass die erste Stimme nur zählt.
Man könnte meinen,
dass ohne sie die Melodie fehlt.
Man könnte glauben,
dass die zweite Stimme nachrangig sei.
Man könnte glauben,
sie trage zum Erfolg nur die Hälfte bei.
Man könnte denken,
die dritte Stimme sei ohne Bravur.
Man könnte denken,
sie dümple in den Niederungen nur.
Nicht nur deine, jede Stimme zählt im Leben,
jede hat das ihre zum Gesamtchor zu geben.
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Fehler
Wer hat noch keinen Fehler gemacht?
Wer hat immer Glück bei Tag und bei Nacht?
Wer eilt siegreich von Schlacht zu Schlacht?
Wer hat nur goldene Trophäen heimgebracht?
Ein Leben ohne Fehler, hatte ich gedacht,
liegt in meiner eigenen Hände Macht.
Das Leben des Öftern nicht sehr sacht,
hat mich daraufhin erstmal ausgelacht.
«Vor mir liegen die Festberichte der letzten zehn Jahre. Ein wahres Sündenregister tut sich auf.»
(A. L. Gassmann)
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Geduld
Geduldig gehe Schritt für Schritt,
geduldig suche jeden Tritt,
der dich bringt nach langer Zeit,
auf den Weg der Zufriedenheit.
Geduldig gehe Deinen Weg,
Geduldig suche jeden Steg,
der dich bringt in jenes Land,
in dem ich die Erfüllung fand.
«Lass dir Zeit! Überstürze das Tempo nicht!»
(A. L. Gassmann)
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Atem
Ich atme ein, ich atme aus,
er geht hinein und er geht hinaus.
Ich atme ein, ich atme aus,
als wäre ich des Atems Haus.
Ich atme ein, ich atme aus,
ginge es nicht, es wär ein Graus.
Ich atme ein, ich atme aus,
sonst wär’s mit mir – jetzt aus!
«Immer beginne mit einer vollen Tiefatmung.»
(A. L. Gassmann)
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Ton
Den richtigen Ton finden,
dem Instrument entwinden,
Ton gereiht an Ton binden,
mit den Tönen mitempfinden.
Den richtigen Ton hören,
dem reinen Klang frönen,
voller Freude an den Chören,
der Welt der Musik angehören.
«Die natürliche Schönheit und Reinheit des Tons über alles!»
(A. L. Gassmann)
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Bauch
Aus dem Bauch heraus
stützen wir das Zwerchfell.
Aus dem Bauch heraus
kommen wir in die Welt.
Aus dem Bauch heraus
erreichen die Töne das Trommelfell.
Aus dem Bauch heraus
kommt die Musik in die Welt.
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Veränderung
Eines ist sicher nur im Leben,
nichts bleibt, wie es mal war,
alles ist ein labiles Schweben,
ein Fluss – nicht aufhaltbar.
Jedes Rädchen hat das Zeug dazu,
zum Stillstand das Getriebe zu bringen.
Erst zuletzt erfasst uns die grosse Ruh,
das Leben bleibt ein stetes Ringen!
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Bogen
Das Leben besteht aus Einzeltönen,
damit gilt es sich zu versöhnen.
Das Leben besteht aus Einzeltönen,
und nicht immer nur den Wunderschönen.
Das Leben besteht aus lauter Pannen,
über die wir den Bogen mühsam spannen.
Die Melodie des Lebens entsteht erst dann,
wenn man die grossen Bögen erkennen kann
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Resonanz
Die Töne erklingen hell und klar,
ein Spielen leicht und wunderbar.
Die Töne erklingen hell und klar,
schallen von der Felsen Schar.
Brauchen doch die Töne den Widerhall,
werden durch Schwingung erst zum Schall.
Resonanz braucht nicht nur der Alphornbläser,
nein, alle Menschen, auch du, verehrter Lyrikleser.
«Höre auf die Echos; dann hast du einen musikalischen Genuss.»
(A. L. Gassmann)
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Freude
Wer Freude hat an seinem Tun,
wird gegen jede Kritik immun.
Ehrgeiz, Druck und Karrieredenken?
Besser ist’s, lässt du dich beschenken.
Beschenken von der Freude an den Dingen,
die dir besonders gut gelingen.
Mach es einfach «pour le plaisir»,
so wird es zu deinem Lebenselixier.
«Ist nicht im Spiel des Lebens, die grösste Freude, die des Gebens?»
(A. L. Gassmann)
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Praxis
Übung heisst dein tägliches Motto,
Gewinne ohne Übung gibt’s nur im Lotto.
Jeder, der ein Meister werden will,
muss üben, üben, ganz leise und still.
Bist du dann ein Meister deines Faches,
übe weiter, übe heiter, übe ein Mehrfaches.
«Keinen Tag ohne Übung.»
(A.L. Gassmann)
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Fluss
Tauche ein in den Fluss des Lebens,
lass dich treiben in der Gezeiten Lauf.
Gehe du auf deinen dir lieben Wegen,
lass dich treiben durch des Lebens Lauf.
Verzichte auf stetes Streben,
und lass das Leben fliessen,
es reicht der Freude stilles Beben,
um die Wege zu geniessen!
«Bist du gar ein Meister deines Faches, dann lasse durch ein Vibrato deine Seele mitschwingen»
(A. L. Gassmann)
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Seele
Der Körper sagt,
ich will das pralle Leben spüren.
Der Geist sagt,
ich will alles wissen und durchdringen.
Die Seele sagt,
ich möchte Erfüllung finden!
«Die Musik ist die Sprache der Seele»
(A. L. Gassmann)
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Alpenhorn
Begonnen hat alles mit einem kleinen Inserat im Lokalblatt. Ein Hinweis auf einen dreistündigen Schnupperkurs an einem Samstagmorgen im November. Einmal in ein Alphorn blasen? An besagtem Samstag bin ich vor Ort. Seltsamerweise kann ich es kaum erwarten. Ich betrete das Schulgebäude. Für das Alphorn braucht es einen grossen Saal. Dort wartet Markus, der Kursleiter. Er ist mit dem Aufbau der Instrumente beschäftigt. Die beiden anderen Kursteilnehmer treffen ein. Einer von beiden, ein junger Naturbursche aus der Innerschweiz, war einen Sommer lang auf einer Alp. Dort hatte es auch ein Alp horn, mit dem er üben konnte. Der andere ist ein Berufsmann ohne musikalische Vorgeschichte. Mit der Anmeldung habe ich mein musikalisches Vorleben deklariert. Vor vier Jahr zehnten war ich ein paar Jahre in einer Jugendmusik. Lernte zuerst die Grundlagen, dann die Blastechnik. Im Musikkorps spielte ich dann Flügelhorn. Sportliche Aktivitäten schienen mir zu jener Zeit allerdings attraktiver. Wie ein inaktiver Vulkan schlummerte meine Freude an der Musik noch in mir.
Die Seismik zeigte manchmal geringfügige Ausschläge. Das weihnachtliche Singen in der Familie etwa. Mehr war da nicht. Im Schnupperkurs stehen wir hinter den aufgebockten Alp hörnern. Markus führt uns in die Blastechnik ein. Man muss die Lippen zusammenpressen und diese nur einen klitzekleinen Spalt offenlassen. Wenn man Luft durch die Lippen presst, entsteht ein Geräusch. Ist man erfolgreich im Geräusche pro duzieren, drückt man das Mundstück auf die Lippen. Aus dem Geräusch wird eine Art Zirpen, wie man es von Vogelfreunden oder Jägern kennt, die eine Art Pfeife zum Anlocken von Enten blasen. Drückt man das Mundstück zu fest an die Lippen verstummt der Ton. Nachdem wir uns durch die Vorübungen gearbeitet haben, dürfen wir das erste Mal ins Horn blasen. Ich entlocke dem Alphorn erste Töne. Es entfaltet sich eine Kakophonie zufällig entstehender Alphorntöne. Die Lippen der Neubläser ermatten rasch. Alphornspielen erfordert ein komplexes Zusammenspiel von Lippen, Lungen, Zwerchfell und Hirn. Eine harmonische Abstimmung ist für den Spielerfolg erforderlich. Davon sind wir noch weit entfernt.
Einige Zeit später fahre ich nach Hause. Ich habe ein saumässig wohliges Gefühl im Bauch. Ist es der sonore Klang? Sind es die Naturtöne? Oder vielleicht die Anstrengung des Atmens? Das Alphorn hat mich in seinen Bann gezogen. Seismische Aktivität beginnt in mir zu brodeln. Der Vulkan steht kurz vor dem Ausbruch. Instrumentenlos stehe ich allerdings da. Ein Alphorn muss her. Ich rufe Markus an. Wir vereinbaren eine erste Alphornstunde. Endlich ist es soweit. Ich fahre in den abgelegenen Weiler, wo Markus wohnt. Mein Weg führt mich kurvenreich durch die Gegend, bevor ich in den Hof eines Bauernhauses einbiege. Aus einem Gebäude dringen abgedämpfte sonore Töne in die Dunkelheit. Drinnen sind zwei jüngere Erwachsene, eine Frau und ein Mann, am Alphorn spielen.
Nachdem ich eingetreten bin, warte ich andächtig in einer Ecke sitzend meinen Einsatz ab. Ich hatte mir bereits ein Alphornmundstück beschafft. So richtig zufrieden damit bin ich nicht. Als erstes tausche ich mein neu erstandenes Ebenholz-Mundstück gegen ein kleineres Olivenholz-Mundstück von Markus aus. Die Suche nach dem perfekten Mundstück hört bei manchem Bläser nie auf.
Es gelingt mir Töne im unteren Bereich der Tonleiter zu spielen. Beim Alphorn gibt es keine Ventile, die gedrückt werden könnten, keine Tasten, die man anschlagen kann. Man bläst nach dem Gehör. Ich hänge die Alphorntasche über die Schulter und marschiere in Richtung zweite Alphornstunde. Bereits das Einpacken des Instruments erweckt in mir Vorfreude. Ich fühle mich wie ein Sportler vor dem Wettkampf. Zu meiner grossen Freude hat sich das disziplinierte Üben der letzten beiden Wochen gelohnt. Markus ist zufrieden mit seinem neuen Schüler und zollt mir Anerkennung. Die Freude des Tuns und die Anerkennung des Lehrers nähren meine Leidenschaft. Markus variiert gekonnt die Übungsformen. Zum Auftakt blasen wir einige Töne ohne Noten, dann üben wir ab Blatt und auch ein kleines Duett liegt schon drin. Mit Freude verlasse ich die Alphornstunde. Seele, Geist und Körper sind erfüllt vom sonoren Klang des Horns. Meine dritte Alphornstunde in diesem Jahr liegt kurz vor den Festtagen des aus klingenden Jahres. Endlich ist es soweit, die Weihnachtsferien stehen vor der Türe.
Kein Tag vergeht, an welchem ich mich nicht am Alphorn versuche. Ich tauche in die Welt der Musik, bis mir die Lippen vom Mund hängen. Mein musikalisches Gehör ist noch ungeübt. Ich weiss nicht immer so recht, wo sich der Referenzton befindet. Die Alphornstücke sind noch nicht nach meinem Geschmack. Sie geben noch zu wenig her. Diese paar tiefen Töne, die ich spielen kann, finde ich langweilig. Ich möchte schneller vorankommen. Das gebe ich auch Markus zu spüren. Hat der Lehrer oder der Schüler das Sagen? Markus pocht freundlich aber bestimmt auf mehr Präzision bei der Intonation der einfachen Stücke. Ich habe die Lektion kapiert. Eigentlich waren es zwei Lektionen. Der Schüler muss dem Lehrer vertrauen und sich leiten lassen. Der Lehrer bestimmt das Tempo und die Schwerpunkte. Die zweite Lektion ist, dass Präzision gefragt ist. Ein Musikstück ist erst erlernt, wenn man es völlig und in jeder Hinsicht durchdringt. Ich wollte den zweiten Schritt vor dem ersten machen, was nicht geht. Ich komme mir vor, wie ein Bergwanderer, der auf einen Vulkan steigt, ohne zu wissen, wie er seine Bergschuhe schnürt. Zwei Wochen später geht es weiter.
Ich habe die sogenannt einfachen Stücke nun mit Akribie und Hingabe geübt. Ursprünglich fand ich, Alphorn sei unter anderem auch deshalb interessant, da man es offensichtlich ohne Notenkenntnisse spielen kann. Einfach reinblasen, war meine Vorstellung. Hinhören und reinblasen. Die Illusion ist rasch weg. Bereits in der ersten Alphornstunde hatte Markus damit begonnen, mich schrittweise wieder in die Kunst des Notenlesens einzuführen. Eigentlich müsste es heissen: Noten- und Pausenlesen. Denn die Pausen sind gerade im Zusammen spiel mit anderen Bläsern von grosser Wichtigkeit. Pausen sind ebenso wichtig wie Noten. Eine Metapher auf das Leben. Pausen machen, bedeutet auch Stille aushalten. Es passiert für einen Moment nichts. Gar nichts. Das muss man aushalten können. Es ist Februar. Ich mag diesen Monat nicht. Alles steht still in der Natur. Alles ist gefroren, dunkel und abweisend. Der Februar ist eine gute Zeit, um eine Grippe zu bekommen. Mich hat es auch erwischt. Alphorn spielen mit Grippe geht gar nicht. Es fehlt die Kraft, die das Instrument erfordert. Markus hat zu seiner CD-Taufe eingeladen.
Alphornschüler und befreundete Alphornbläser dürfen bei zwei Stücken mitspielen. Ich habe mich angemeldet und per Post das Notenblatt erhalten. Ich bringe es in die Stunde mit. Markus geht gleich zu Beginn der Stunde darauf ein. Er schlägt mir vor, die 2. oder 3. Stimme zu wählen. Die 2. und 3. Stimme ergänzt die 1. Stimme. Die 1. Stimme spielt in der Regel die Melodie. Ich liebe die Melodie und kämpfe mich eher mit Widerwillen durch die anderen Stimmen. Ein mehrstimmiges Stück, und das spielen wir als soziale Wesen gezwungenermassen des Öftern, braucht aber die Bereitschaft verschie dene Stimmen zu spielen. Die Herausforderung der Stimmen, die nicht die Melodie spielen, ist, sich aufeinander abzustimmen. Ich komme mir vor, wie ein Autofahrschüler, der in einen Kreisel einfährt und nicht nur dem eigenen Fahren Beachtung schenken muss, sondern auch den übrigen Verkehrsteilnehmern. Im Moment ist das noch nicht meine Sache. Begriffen habe ich die grosse Bedeutung der zweiten und dritten Stimme. Die erste Stimme kommt erst richtig zur Geltung durch das Mitspielen der anderen. Gemeinsam entsteht etwas Neues. Mitte Februar schaffe ich beim Üben zum ersten Mal das zweigestrichene G. Es ist für Anfänger unglaublich hoch und erfordert einen guten Lippenansatz. Wie ich in den folgenden Wochen feststelle, ist einmal keinmal. Markus gibt mir ein Blatt, welches mit „Höhentraining“ betitelt ist. Es gilt Ton folgen mit zu- und abnehmender Lautstärke zu spielen. Er macht mir vor, wie man mit dem Zwerchfell den notwendigen Druck aufbaut. Man muss wissen welchen Ton man spielen möchte und diesen dann mit Nachdruck spielen. Dies waren nur einige Erlebnisse und Eindrücke, die ich in meinen ersten Wochen mit Alphorn erleben durfte. Es sollten nicht die letzten sein. Aus meinen ersten Stolperschritten mit dem Alphorn im Schnupperkurs wurde eine Herzensangelegenheit, eine Leidenschaft, die mir unzählige wunderbare Stunden geschenkt hat. Ich freue mich schon jetzt auf meine nächste Alphornstunde.

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